Auch auf die Gefahr hin, als fauler Berichterstatter abgestempelt zu werden, behaupte ich, dass der Uvex Race 1 Helm genau das ist, was ich von einem in Deutschland hergestellten Helm erwarten würde. Er ist angenehm und atmungsaktiv, ohne auch nur einen Hauch von Flair zu haben.

Uvex Race 1 Testbericht

uvex race 1 test

Die größte Stärke des Uvex Race 1 Helms ist sein Komfort. Es gibt nicht viel Polsterung im Inneren der Schale, aber das scheint auch nicht nötig zu sein, da dies einer der bequemsten Helme war, die ich seit langem getragen habe.

Dafür ist vor allem die hervorragende Passform verantwortlich. Das verstellbare Hinterkopfsystem bietet dank der zwei verschiedenen Größenoptionen, die für den Uvex Race 1 Helm erhältlich sind, viel Spielraum für die Anpassung an eine Vielzahl von Kopfgrößen. Der Verstellmechanismus lässt sich zudem sehr einfach nach oben und unten verstellen, so dass der Rücken ausreichend gestützt wird.

Ein weiteres Anliegen ist die Belüftung, und der Race 1 verfügt über 20 Belüftungsöffnungen, jede mit einem eigenen Einlass-/Auslasssystem für eine kontinuierliche Kühlung, egal ob man in der Ebene unterwegs ist oder sich den Berg hinaufwindet. Die Lüftungsöffnungen scheinen auch mit Silikonblinkern oder Helmkamera-Zubehör kompatibel zu sein.

Abgesehen davon, dass der Helm etwas höher sitzt als meine vorherigen Modelle, sind Leistung und Komfort hervorragend. Die 20 Öffnungen des Uvex Race 1 Helms scheinen kleiner zu sein als bei anderen Helmen, die ich bisher getragen habe, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich überhitzt war, während ich ihn trug.

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Selbst in ihrem ultra-luftigen Stil waren Gore-Tex-Hüllen und -Mützen nur bei zwei extrem heftigen Hagelstürmen erforderlich, als wir mit zuckerwürfelgroßen Steinen beworfen wurden. Die antimikrobiellen Polster lassen den Schweiß abperlen. Windgeräusche sind praktisch nicht vorhanden, selbst bei Geschwindigkeiten von bis zu 35 mph, und es gab keine Anzeichen von Pfeifen (außer bei meinem Mitfahrer), die eine ruhige Unterhaltung oder die Aufmerksamkeit auf den Gegenverkehr unterbrechen könnten.

Die hintere Halterung verfängt sich nicht an den Gurten, wenn man nach links und rechts schaut, wenn man einen Rucksack tragen muss.

Mit der Schnalle hingegen bin ich nicht so zufrieden. Es handelt sich um die “Monomatic Buckle” von Uvex, was bedeutet, dass man anstelle eines einfachen Clips ein gerilltes Stück Plastik durch ein Loch schieben muss, bevor man es abziehen kann. Das macht es angeblich einfacher, das Band unterwegs zu ändern.

Sicherlich werden Sie dies viel häufiger tun müssen als bei einem herkömmlichen Helm, aber wie oft müssen Sie dies wirklich tun? Ja, es ist von Vorteil, wenn Sie eine Baumwollmütze unter Ihrem Helm tragen und die Bänder lockern müssen, aber dann können Sie die Länge der Riemen genauso leicht ändern wie bei jedem anderen Helm. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen das Schnallendesign des Uvex Race 1 Helms, es erscheint mir nur überflüssig.

Der einzige andere Kritikpunkt, den ich an dem Uvex Race 1 Helm habe, ist, dass er nicht besonders attraktiv ist und etwas veraltet wirkt. Wenn ich diesen Helm heute tragen würde, würde er sicher fantastisch aussehen, aber er wirkt jetzt einfach ein wenig unauffällig und langweilig.

Vorteile:

  • Sehr komfortabel
  • Beeindruckende Einstellbarkeit
  • Gute Belüftung

Nachteile:

  • Unnötig komplizierte Schnalle
  • Veraltetes Aussehen

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Über Uvex

Die Geschichte begann in einer bescheidenen Werkstatt in Poppenreuth, einem Vorort von Fürth in Mittelfranken, wo Philipp M. Winter die “Optische-Industrie-Anstalt Philipp M. Winter” gründete und in mühevoller Kleinarbeit die erste Schutzbrille entwickelte. Die Schutzbrille war ursprünglich für Handwerker und Industriearbeiter gedacht.

Doch schnell fand die Brille auch bei Sportlern Anklang. Bei den Olympischen Winterspielen 1936 gingen erstmals Athleten mit seiner Brille an den Start, zwei Jahre später bestiegen deutsche Bergsteiger den Nanga Parbat mit einer in Fürth produzierten Gletscherbrille.

Rainer Winter, der Gründer des Unternehmens, hatte einen Sohn namens Rainer Winter, der 1956 aus den Vereinigten Staaten zurückkehrte. Er war der Meinung, dass der Name “Winter” für ein Unternehmen, das Sonnenbrillen herstellt, unpassend sei. Er wünschte sich einen Namen, der die Funktion der Brillen verdeutlichte.

Der Name “Uvex”, der sich aus dem Begriff “ultraviolet excluded” ableitete, wurde zu “uvex” verkürzt und auf die gesamte Produktlinie übertragen. Nach der Etablierung der Marke wurden neue Verkaufsmethoden und Ausrüstungen für Spitzensportler eingeführt. Es folgten eine internationale Markenbekanntheit und weitere Produktentwicklungen.

Seit 1987 expandiert uvex in die Radsportbranche und produziert zunächst Fahrradhelme “Made in Germany”. Der Airtech-Radhelm war das erste Produkt des Unternehmens. Er war extrem leicht, hoch schützend und mit einem Materialmix aus EPS und ABS für die damalige Zeit sehr innovativ.

Durch solche Durchbrüche wurde das Unternehmen berühmt und erwarb sich einen Ruf für hervorragende Leistungen, den es auch heute noch genießt. Heute bietet uvex unter anderem Fahrradhelme für Kinder, Straßenfahrer, Mountainbiker und Schotterrennen an.

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